Bulgarien und Heimreise 02.06. - 01.07.2024

Kurz nach der Grenze zu Bulgarien stellen wir uns bei Krapets etwas erhöht an den Strand. Wir müssen uns mal wieder ein bisschen erholen, gehen schwimmen, spazieren am Strand entlang und fahren mit dem Rad in die nächste Stadt Shabla zum Geldautomaten. Um die Hauptstraße mit den türkischen Lkw-Fahrern zu vermeiden, versuchen wir es über Umwege auf Feldwegen. Aber die sind mehr Feld als Weg, zurück bevorzugen wir dann doch Teer! Auf dem Weg zum nächsten Strand kommen wir durch Kavarna, wo wir uns auf dem Markt mit frischem Obst und Gemüse eindecken. Am Heros-Beach bei Topola finden wir einen kleinen Parkplatz nur wenige Meter runter zum Schwarzen Meer. Das Wasser ist glasklar und hat laut meinem Bratenthermometer 20°, also alles bestens, wenn wir nur einen Sonnenschirm hätten! Aber der Lkw schmeißt ja meist genug Schatten. Die Abende verbringen wir in einer netten Strandbar mit kaltem Weißwein und Bier.

Jetzt geht es weg vom Meer mit einem kurzen Abstecher zum Felsenkloster Aladija, wo man am Parkplatz bestes Wasser bunkern kann, zuerst auf übler Schlaglochstraße, dann auf Autobahn nach Prowadia. Nun führt uns eine sehr steile und enge Schotterstraße hinauf zur Ovech-Festung. Da sind wir natürlich die einzigen! Am frühen Abend steigen wir hinauf und genießen die Aussicht zwischen Steingräbern, Zisternen und alten Karrenspuren.

Unser nächstes Ziel ist das Hochplateau über Shumen, wo das schon von weitem sichtbare „Monument zur Gründung des bulgarischen Staates“ steht. Ein gewaltiger Betonbau mit riesigen, groben Steinfiguren, Köpfen, Pferden, Inschriften und dunkle, große Mosaiken wegen der Christianisierung. Muss man mal gesehen haben. Allerdings ist es so heiß, dass wir nur von einem Schatten in den nächsten flüchten.

An einem See werde ich von einer älteren Dame zum Kirschenpflücken in ihrem Garten eingeladen. Sie spricht ganz gut deutsch, weil sie in der Rente fünf Jahre in Deutschland als Pflegerin gearbeitet hat. Mit zwei großen Schüsseln Kirschen und einem guten Gespräch werde ich herzlich von ihr verabschiedet. In Velika Tarnovo, der alten Hauptstadt, laufen wir durch die Stadt auf der Suche nach Brot, werden aber nicht fündig und kehren stattdessen in einer Bar ein, wo es ein eiskaltes Bier und einen warmen Wein gibt. Tja, das ist heute nichts, aber wir werden später noch mit einer netten Lichtshow an der Festung belohnt!

Durch schöne Berglandschaft fahren wir rauf auf den Shipka-Pass, trinken schnell einen Cappuccino, aber hinauf zum Monument ist es uns zu heiß. Macht nichts, wir waren eh schon mal da. Und der nächste Betonklotz wartet ja schon auf uns. Auf dem Gipfel des Buzludzha steht das Ufo-ähnliche Riesenmonument der Kommunisten. Der Zerfall ist sehr deutlich zu sehen, Zutritt ist verboten, was auch von einem Posten überwacht wird. Am Abend treffen noch zwei Reisepaare ein, Italiener, die aus Indien kommen und Birgit und Max aus Bayern, die im Iran waren. Es wird ein netter Abend! Hier oben ist die Hitze besser verträglich und wir bleiben noch, machen Spaziergänge und lesen. Wir bekommen noch ein spektakuläres Gewitter mit extremem Starkregen und einem heftig schaukelndem Lkw. Ich bin froh, als es vorbei ist!

Über Kazanlak fahren wir durchs Rosental, das uns aber enttäuscht. Denn die wenig verbliebenen Rosenfelder sind schon fast verblüht und der Rest sind wie immer Getreide- oder Sonnenblumenfelder. An einem Fluss, ca, 30 km vor Plovdiv, bleiben wir über Nacht, aber die 30 cm Wasser taugen nicht wirklich zum Abkühlen. Am nächsten Vormittag regnet es, aber dadurch wird es nur schwül. In Plovdiv hat sich in den letzten acht Jahren nicht viel verändert. Es gefällt uns noch genauso gut, die Freßmeile hat sich vergrößert. Aber in der Fußgängerzone gibt es so gut wie keine Leerstände, trotz der Malls außen rum.

Die extreme Hitze macht uns immer mehr zu schaffen, so dass wir kaum was unternehmen. Die Erdpyramiden von Stob nur von unten und zum Rila-Kloster auch mit dem Auto, nicht wie geplant mit dem Rad. Ja, da sind wir nicht allein, aber die Masse verläuft sich und das Kloster ist einfach traumhaft schön. Das WC ist allerdings ein olfaktorisches Erlebnis! Die Mekitsa (Auszogne) mit Zucker und noch heiß gegessen entschädigen dafür. Bis zur rumänischen Grenze suchen wir uns immer Seen zum Übernachten, so können wir uns wenigstens beim Baden abkühlen.

Eine lange heiße Fahrt durch riesige Getreidefelder und den ewig langen Dörfern führt uns nach Craiova, denn wir brauchen unbedingt einen Waschsalon. Schön kühl da drinnen! Den Lkw parken wir dann neben einem Fußballstadion und gehen am Abend noch in die Stadt zum Essen. Für mich gibt es Sarmale (rumänische Krautwickerl) mit saurer Sahne und Kartoffeln. Sehr lecker! Zu einem Absacker noch in eine Kneipe mit Wasserventilatoren! Das ist dann einigermaßen verträglich. Es ist 23:00 und es hat noch immer 30°.

Nördlich von Hunedoara befinden sich die „Giardini di Zoe“, ein parkähnlicher angelegter Garten auf einem kupierten Gelände, der von einem Italiener gebaut wurde und sich so seine italienische Heimat nahebrachte. Statuen, Springbrunnen, mit Buchs gesäumte Pfade, Rosen, viele Sommerblüher, einfach sehr schön! Im kleinen Café gibt es für uns ein kühles Eis.

In Arad kapitulieren wir dann vollends vor der Hitze, flüchten in der wohl schönen Stadt mit ihren Prachtbauten in diverse Cafés, ein Thermometer zeigt 41° an. Erträglich wird es erst am Stadtrand auf einem Klosterparkplatz, nachdem ein Gewitter mit ordentlich Regen niedergeht. Überall ist Stromausfall, nur bei den Hubers nicht!

Bei Borş, nähe der ungarischen Grenze, finden wir noch ein Plätzchen an einem Fluss zum Erholen. Mir hat es die abenteuerliche Hängebrücke angetan, Wolfgang beobachtet die diversen Möglichkeiten der Flussquerung, zu Fuß, Huckepack, mit Pferdekarren.

Nun wieder schnellstmögliche Ungarndurchquerung und wieder in die Slowakei. Diesmal führt uns der Weg durch die niedere Tatra, über kleine Pässe und durch schmucke Dörfer. Doch wir wollen an den Mikulasc-Stausee. Endlich wieder Wasser. Um den radeln wir dann großzügig rum, entdecken noch mal eine Artikularkirche, noch schöner als die in Hronsek und ergattern in einer Marina ein sauteures Steckerleis. Leider habe ich mir beim Baden im See einen spitzen Stein eingetreten. Ich habe ihn zwar rausoperiert, kann aber nicht auftreten. Somit fällt die Stadtbesichtigung von Kromeriŝž aus und wir radeln stattdessen an der Moravia entlang. Bei einem kleinen Kiosk gibt es sehr gute, selbst gemachte Erdbeerlimonade!

Heute haben wir die längste Fahrstrecke dieser Reise: 275 km! Nur ein Stopp zum Baden und dann auf den bekannten Platz in Písek bei den Sportstätten. Von da ist es auch nur ein Katzensprung auf die Halbinsel in der Otava, wo es einen netten Biergarten gibt. Und dann folgt die heißeste Nacht der Reise: Wolfgang verbringt sie auf der Treppe draußen in der Hoffnung auf einen Luftzug. Eigentlich haben wir nur mehr 115 km nach Hause, aber wir machen heute noch die letzte Radtour vorbei an den vielen Seen und durch die hübschen Dörfer, auch der Biergarten muss noch mal besucht werden, bevor wir morgen dann endgültig heimfahren!

 

Kurzes Fazit: Es hat uns sehr gut gefallen, wir haben viele neue Orte und Sachen entdeckt, aber auch bekanntes. In den besuchten Ländern – bis auf Ungarn – kann man sich sehr gut versorgen, lecker und preiswert Essen gehen und vor allem Trinken. Die Landschaft ist überall toll, klar gibt es Industrien, aber da muss man ja nicht bleiben und das Müllproblem hat man weitgehend im Griff. Freistehen ist gar kein Problem , wir waren nicht einmal auf einem Campingplatz, sog. Stellplätze gibt es eh nicht. Wir können es nur empfehlen!

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Rumänien 17.05. - 01.06.2024

In Rumänien angekommen entern wir erst mal einen Carrefour um leckere Lebensmittel einzukaufen, bevor wir uns an einem See im Nordosten niederlassen. Eine schweißtreibende Radtour über die Dörfer, aber leider ohne Machete, führt uns durch urige Dörfer, aber kein Café weit und breit. Ein Penny rettet uns mit Steckerleis. Viel Zeit verbringen wir im Bărsana-Kloster, das uns mit den vielen, blumengeschmückten Gebäuden im traditionellen Stil, obwohl es erst vor ca. 30 Jahren erbaut wurde, in seinen Bann zieht. Dazu trägt natürlich bei, dass der Gottesdienst per Lautsprecher über das gesamte Gelände übertragen wird.

Danach verlassen wir die Maramureş und gelangen über den mit seinen durch Skilifte und vielen Baustellen verschandelten Prislop-Pass in die Bukowina. Die Landschaft wird nun offener, die Berge hügeliger und neben den traditionellen Holzhäusern finden sich schon sehr viele Betonklötze. Mit dem Rad geht es zu zwei Moldauklöstern: Voroneţ, berühmt wegen seiner blauen Farbe und Humor. Sehr ähnlich wird auf beiden in mehr oder weniger gut erhaltenen Fresken die Schöpfungsgeschichte, das Jüngste Gericht, Kreuzfahrten u. v. m. dargestellt. Nervig sind die lautstarken, spanischen Reisegruppen.

Im Ceahlău-Gebirge machen wir drei Tage „Urlaub“ am Lacul Izvorul. Das Wetter ist super, angenehm warm und es regnet nur bei einer Radtour über eh schon schwieriges Terrain. Die berühmte Bicaz-Schlucht lassen wir links liegen, fahren durch eine brettlebene, karge Landschaft, wo es außer riesigen, bewässerten Getreide- oder Sonnenblumenfeldern nicht zu sehen gibt, an die Donau nach Brăila. Das drohende Unwetter bringt eine besondere Stimmung in die Stadt, aber wir kommen nach einem leckeren Restaurantbesuch trockenen Fußes zum Lkw.

Von hier ist es nicht mehr weit ins Donaudelta. Im letzten befahrbaren Ort Murighiol gibt es für uns einen tollen Platz direkt am See. Das abendliche Froschkonzert ist einmalig! Am nächsten Morgen geht ein bombastisches Gewitter nieder, der Lkw hat arg gewackelt und im Ort ist Stromausfall und es gibt riesige Wasserlachen. Fantastisch ist Fischsuppe mit allem drum und dran in einer Agripensiun.

 

Bei einer Bootstour im Delta sehen wir Schwäne, Reiher, Kormorane, Albatrosse, Pelikane, Adler, Haubentaucher, Eisvögel, Seeschwalben, Falken und noch mehr. Auch ausgedehnte Seerosenfelder, Schilf ohne Ende,, alte Bäume und Fischerdörfer sind toll anzusehen. Doch leider werde ich seekrank, so dass der Bootsführer mit Zustimmung der beiden anderen Passagiere, die Tour nach zwei Stunden vorzeitig abbricht. Am Abend geht es mir wieder gut und ich kann schon wieder einen Sundowner zu mir nehmen! Es wird zunehmend heißer und wir fahren mit ein paar Stopps an der Küste entlang zur bulgarischen Grenze. Rumänische Badeorte sind gar nichts für uns.

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Tschechien/Slowakei 30.04. - 17.05.2024

Hiasl ist wieder unterwegs! 

 

Nach einer langen krankheitsbedingten Pause machen wir uns auf den Weg nach Osteuropa. Es macht uns viel Spaß durch Tschechien und die Slowakei zu fahren, durch die wunderschönen Alleen und durch die saftig-grüne Hügellandschaft. Wir übernachten meist in kleineren Städten wie Písek, Telč und Blansko. Von dort erkunden wir die Gegend auf gut ausgeschilderten Radwegen die Umgebung. Blansko ist im Mährischen Karst und es geht die Mocaka-Schlucht mit vielen Höhlen durch einen wilden Naturpark steil mit den Bikes rauf und runter. Die meisten anderen Touristen bevorzugen die Fahrt mit der Seilbahn! In Olomouc laufen wir die Sehenswürdigkeiten wie Uhrturm, Dreifaltigkeitssäule, Altstadt, Burg, Wenzelsdom und den botanischen Garten ab, bevor wir unseren Hochzeitstag bei einem leckeren nepalesischen Restaurant ausklingen lassen. Interessant ist auch die Infrastruktur an einem Badesee bei Hodslavice: eine Holzsäule mit USB-Anschlüssen, Stecker für Kühlboxen, Lademöglichkeiten für E-Bikes und ein offenes WLAN! In Rožnov schauen wir uns das „Walachische Dorf“ in einem Freilichtmuseum an. Die knapp 30 Holzhäuser, meist um die 150 Jahre alt, geben einen guten Einblick über das sehr karge Leben damals. Das erste Highlight in der Slowakei ist dann Čičmany, wo der ganze Ort aus Holzhäusern mit weißen Ornamenten besteht, sehr schön! Bei einer Radtour kommen wir leider an einem schweren Motorradunfall vorbei. Nach Hronsek fahren wir wegen einer Artikularkirche aus Holz. Super ist auch der Stellplatz am Fluss und die einzige, offene Kneipe! Banska Bystrica besticht durch sein italienisches Flair, wobei das tolle Wetter auch nicht ganz unbeteiligt ist. In der Hohen Fatra geht es an großen, modernen Skigebieten vorbei nach Vlkolinec mit seinen vielen, bunten Holzhäusern, aber nur mehr ca. 50 Einwohnern. Lange sitzen wir in einem winzigen Café, genießen die Sonne und dazu Bossa Nova! Schon von weitem sieht man die Zipser Burg, wo wir auch prima auf dem oberen Parkplatz übernachten können. Leider wird gerade renoviert, so dass wir nur einen kleinen Teil besichtigen können, aber alleine schon die Außenanlagen sind beeindruckend. Trebišov ist die letzte Station in der Slowakei. Roma prägen das Stadtbild und der große, schattige Stadtpark. Bei zunehmender Hitze wird sowas immer wichtiger. Viel Nerven kostet uns dann das Buchen der ungarischen Maut. Wir suchen uns die kürzest mögliche Strecke. Aber auch da kosten die 80 km bemautete Straße für uns 21,60€. Nein, Ungarn mag ich nicht. Halsabschneider und immer unfreundlich.

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Georgien/Armenien 12.01. - 23.012023

Schon lange vor der georgischen Grenze stauen sich Lkws am Straßenrand mit Kennzeichen aus der Türkei, aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Russland, Usbekistan und einer aus Lettland.Die Berge reichen hier bis ans Meer, so dass wir durch viele , aber kurze Tunnel durch müssen. Unbeschreiblich sind die Lücken zwischen den Tunnel, dort liegt soviel Müll, dass man den Boden nicht sieht. Also da war alles harmlos, was wir bisher in der Türkei gesehen haben. An der Grenze werden wir getrennt, die Passagiere müssen zu Fuß rüber. Ich stehe in einer langen Schlange von Georgiern an dem Ausreiseschalter an. Sie rücken mir sehr dicht, zu dicht für meinen Geschmack, auf die Pelle, stellen mir die voluminösen Einkaufstaschen zwischen die Beine und versuchen sich vorzudrängen, wo es nur geht. Aber ich habe spitze Ellenbögen! Auf georgischer Seite ist es etwas entspannter und da ich außer meinem Pass nichts dabei habe, bin ich auch gleich beim Zoll durch. Leider muss ich draußen ewig auf Wolfgang warten, bis auch der letzte Beamte den Hiasl besichtigt hat. Doch dann können wir endlich die 20 Kilometer bis nach Batumi unter die Räder nehmen. Nach ein bisschen Rumgestöpsel im chaotischen Verkehr parken wir gleich bei der Altstadt neben dem Riesenrad. Hätten wir uns ja denken können, dass Jan und Franzi auch hier stehen! Wir machen uns gleich in die Stadt auf, besorgen bei einer der zahlreichen Wechselstuben noch Lari und gleich noch eine SIM-Karte. Ziellos laufen wir durch die engen Gassen mit vielen Geschäften, Cafés, Bars und Restaurants. Doch allmählich bekommen wir Hunger und gehen in ein georgisches Lokal , wo es nach langer Zeit mal wieder Schwein und einen sehr leckeren Wein gab. Beim Nachhauseweg kommen wir noch am Münchner Hofbräuhaus vorbei, schauen uns am Hafen die Skulpturen von Ali und Nino an, den Alphabetenturm und die Hochhäuser, alles wunderschön beleuchtet! Keine Spur von Energiekrise. Müde!

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Türkei 01.01. - 11.01.2023

Ohje, auf der OSM-Karte sind die Einbahnstraßen in Birecik nicht korrekt eingetragen und so verzetteln wir uns erst mal in den Gassen der Stadt, bis wir endlich die Schnellstraße, denn die andere ist ja gesperrt, nach Halfeti erreichen. Von der Neustadt fahren wir noch ca. 10 km kurvig hinab nach Alt-Halfeti, das sehr malerisch am Euphrat liegt. In unserem Reiseführer steht, dass es hier sehr touristisch sei und man kaum wisse, wohin mit den vielen Reisebussen. Da haben wir am ersten Januar natürlich kein Problem. Südlich des kleinen Hafens wird gerade an der Uferstraße gearbeitet und da finden wir bei riesigen Steinblöcken einen sonnigen Platz. Klar gibt es viele Restaurants im Ort, auch Souvenirläden, aber die meisten haben um die Zeit geschlossen. Obwohl schon einige inländische Ausflügler da sind, von denen die meisten einen Bootstrip auf dem Euphrat nach Rumkale mit einer alten Festung machen. Aber da ich es mit Wasserfahrzeugen so gar nicht habe und mit lauter, türkischer Partymusik gleich noch weniger, machen wir eine ausgiebige Wanderung dorthin, nur eben am anderen Ufer. Interessant ist die kleine Bootswerft mitten auf dem Weg und weit weg vom Wasser. Und wir finden auch noch zwei Stachelschweinborsten! Tatsächlich sagt Google, dass sich das indische Weißschwanz-Stachelschwein hier noch heimisch fühlt. Am nächsten Tag laufen wir in die andere Richtung zu einem teils überfluteten und dann aufgegebenen Dorf. Es hat eine wunderschöne Lage am Flussufer, aber es stehen nur mehr die Mauern, die Gärten sind zugewuchert, aber die Felder ringsum werden noch fleißig bearbeitet. In den Bergen nisten Raubvögel, sie ziehen hoch oben ihre Kreise und wir können sie nicht bestimmen. 

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Türkei 07.12. - 31.12.2022

Nach nur wenigen Kilometern, vorbei am verschneiten Hasan Daĝi mit 3268 m, erreichen wir die Ihlara-Schlucht. Es wird gerne mit dem Grand Canyon der Türkei beworben. Am nördlichen Ende finden wir bei dem kleinen Dorf Yaprakhisar eine schöne Wiese mit nicht allzu viel Müll und einen tollen Sicht auf die kappadokischen Tuff-Zwergenhäuser. Wir wandern noch in der Schlucht Richtung Süden, stiefeln in Felswohnungen herum, sehen uns eine sehr gut erhaltene Seldschuken-Moschee in der Tuffsteinwand an und bei einer ausgehöhlten Kirche haben wir die Wahl zwischen diversen rausgemeißelten Gräbern. Am Abend gibt es bei Murat, dem Brückenwirt, einen Tisch voller Meze (türkische Vorspeisen), Lamm vom Grill und hurra, Bier und Rotwein.

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Türkei 24.11. - 06.12.2022

Die Türkei empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und sehr freundlichen Grenzbeamten und Zöllnern. Ins Auto wollen sie nur aus Neugierde reinschauen und dann ist auch schon alles vorbei. Wir dürfen nun in den nächsten 180 Tagen 90 Tage davon in der Türkei verbringen. In der nächsten Stadt Kırklaleri erledigen wir die wichtigsten Dinge wie Geld abheben (mit horrenden Gebühren), SIM-Karte bei Turkcell und dann bei der Post den HGS-Mautsticker. Das dauert etwas, wir müssen 31 Nummern abwarten, aber dann haben wir den kleinen Klebstreifen! Nun brauchen wir aber eine Pide und Ayran zur Stärkung, laufen dann noch durch die recht europäisch angehauchte Stadt und dann geht es ab an die Küste. Noch kurz ein endlich mal angenehmer Tankstopp, 1,23 €/l, und schon stehen wir an einer Unfallstelle. Ein Tanklastzug ist in den Graben gerauscht. Kranwagen und Polizei schon vor Ort und da kommt der Türke vor uns auf die Idee den Stau rechterhand im Graben zu umfahren. Wolfgang gleich hinterher – wir haben ja Allrad – aber das gefällt dem Polizisten gar nicht! Er zwingt uns zu stoppen und als Strafe darf dann nach der Bergung erst der Gegenverkehr fahren und ganz zum Schluss wir dann. Tja, das hat uns Zeit gekostet und so müssen wir die letzten 20 Kilometer im Dunkeln zurücklegen und stellen uns dann aufs Geratewohl beim Fischereihafen von Kıyıköy für die Nacht hin. Dort schauen wir uns dann am nächsten Tag den kleinen, aber lebhaften Ort an und machen mit „unseren zwei Hunden“ eine kleine Wanderung in die umliegenden Berge. Die beiden haben sich vielleicht gefreut, dass sie auch mal rauskommen!

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Rumänien und Bulgarien 06.11. - 23.22.2022

Zum Schlaf Nachholen bleiben wir noch in den Bergen und entspannen muss man ja auch mal. Weiter geht es über eine Schnellstraße nach Fagarasch. Das ist aber weniger entspannend, denn die rumänischen Kamikazefahrer wollen es manchmal schon genau wissen. Klar, wir sind mit einer Reisegeschwindigkeit von maximal 70 Km/h nicht die schnellsten, ich finde, die jungen Burschen überschätzen ihre Autos! In den langgezogenen Straßendörfern haben wir einen guten Einblick in die Höfe. Manche ganz ordentlich , teils mit Rasen, teils mit intensivem Gemüseanbau, aber oft schaut es auch aus wie auf der Müllhalde. In manchen Dörfern sind die Roma recht stark vertreten, das merkt man zum einen daran, dass wir viele Frauen mit langen, bunten Röcken, schwarzen Haaren und Kopftüchern und immer sehr selbstsicher mit ihren Kindern auf den Straßen sehen und leider auch an den ärmlichen, zusammengeschusterten Buden mit viel Abfall darum herum an den Dorfrändern. Die Festung in Fagarasch ist geschlossen, so genießen wir die Sonne auf einer Parkbank, bevor wir weiter nach Sinca Veche fahren, wo es zum einen ein Höhlenkloster zu besichtigen gibt und zum anderen einen tollen Übernachtungsplatz oberhalb auf einem Hügel. Rund um das Kloster ist alles frisch geharkt und gekehrt. Über das Entstehungsdatum wird noch gefeilscht, aber die Mehrheit denkt so im 18. Jh. Außer uns schauen sich noch ein paar ganz Gläubige die zwei, drei Kammern im Berg an, dazu eine heilige Quelle und am Schluss noch das Nonnenkloster oberhalb der Kirche. Ganz toll ist aber, der riesige, rote Mond bei unserem Platz!

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Rumänien 22.10. - 05.11.2022

Mit dreiwöchiger Verzögerung brechen wir heute endlich zu unserer Winterreise Richtung Osten auf. Schnell geht es durch Tschechien, wo wir an der slowakischen Grenze unsere Mautbox abgeben. Was für ein Aufwand: 100 € Kaution dafür und eine Mindestaufladung von ca. 40 € und dann sind für über 400 km 0,89 € Mautgebühr zu bezahlen! Weiter durch die landschaftlich sehr schöne Slowakei mit tollen Buchenwäldern in leuchtenden Herbstfarben. Ungarn zeigt sich wie immer nicht von der besten Seite, alles grau in grau und brettleben. Mit diesem Land werden wir einfach nicht warm. Zumal ja auch die Ausländer, also wir, das 1,7-fache des Dieselpreises zahlen müssten als die Einheimischen. So geht EU eigentlich nicht Herr Orban. Nach einer reinen Fahrzeit von drei Tagen kommen wir in Rumänien an, tanken erstmal zu einheimischen Preisen, bezahlen 7 € Straßenbenutzungsgebühr für 28 Tage und holen uns eine SIM-Karte (60 GB für 6,50 €) , bevor wir in Oradea unseren LKW bei der Festung abstellen. Es gibt viele, schön restaurierte Jugendstilhäuser im Zentrum, jede Menge Gaststätten und Bars und Baustellen. Aber uns gefällt es sehr hier und vor allem als dann am Abend die Gebäude und Kirchen stimmungsvoll beleuchtet werden, bestimmt nur mit LEDs. 

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Frankreich, Belgien, Deutschland 08.07. - 04.08.2022

An der Opalküste verbringen wir drei Tage in Wissant, ein kleiner sympathischer Ort, und genießen die Sonne, wobei wir uns gleich beim ersten Strandspaziergang, ca. eine halbe Stunde, einen kleinen Sonnenbrand einfangen. Kein Wunder, nach drei Monaten Jacken- und Pulloverwetter. Mit den Rädern erkunden wir ausführlich die Küste und das doch recht hügelige Hinterland.

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Schottland, England 17.06. - 07.07.2022

Schottland empfängt uns mit viel Regen und darum starten wir gleich bis zum Loch Lomond durch, wo wir einen hochoffiziellen Parkplatz für Wohnmobile finden. Am nächsten Morgen nutzen wir den weißblauen Himmel aus um uns die Beine zu vertreten, aber für den Rückweg reicht es schon  nicht mehr. Irgendwie haben wir gerade etwas genug von dem Wetter hier und es macht sich leider auch eine schlechte Stimmung breit. Schweigend fahren wir durch die schottischen Highlands und wir können im Nebel die tolle Landschaft mit den vielen Seen und Wasserfällen erahnen. Über für uns recht enge Straßen erreichen wir dann erst am Spätnachmittag „die“ schottische Outdoor Stadt Fort William. Nach einem kurzen Abstecher zu Morrisons um die Vorräte aufzufüllen, geht es noch wenige Kilometer über eine Single Track road, aber mit vielen Ausweichen hinüber nach Achintee auf einen recht gut gefüllten Parkplatz. Es ist saukalt und nach dem wir dann endlich einen einigermaßen geraden Platz auf einer Wiese gefunden haben, gibt es erst mal einen heißen Tee.

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Irland, Nordirland 24.05. - 16.06.2022

Diesmal haben wir auf der Fähre zwar einigermaßen bequeme Liegesitze im Kino. Aber trotz Daunenjacken haben wir gefroren wie die Schneider! Da werden dann vier Stunden ganz schön lang… Doch nur wenige Minuten nach dem Fähranleger in Rosslare gibt es am St. Helens Pier vor der Zwei-Meter-Schranke noch Platz für uns und ein paar andere Wohnmobile zum Ausschlafen, für ein spätes Frühstück und zum Sonne genießen. Leider muss Wolfgang schon wieder einen Kielriemen wechseln, bevor wir nach Wexford, eine von Wikingern gegründete Stadt, brausen um eine irische SIM-Karte (unlimited data für 20 € bei Vodafone) zu erwerben, durch die Fußgängerzone zu schlendern, Kaffee trinken und bei Lidl fast einen Herzstillstand bekommen, als wir die Bier- und Weinpreise sehen. Die nächsten Wochen werden wohl gut für unsere Leber! 

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England 09.05. - 23.05.2022

Auf dem Weg nach Cornwall machen wir noch Halt beim Kit Hill, ein kleiner Aussichtshügel mit einem alten, aufgelassenen Steinbruch und vielen ehemaligen Minenschächten und die dazugehörigen Abraumhalden, wo früher Zinn, Wolfram und Kupfer abgebaut wurde. Der Himmel ist bedeckt und es windet wie immer, aber der gelbblühende Ginster und die vielen Glockenblumen in Weiß-, Rosa- und Blautönen machen das Ganze wieder wett. Wäschewaschen ist angesagt und im Zeitalter der Kartenzahlung ist es nicht ganz einfach, jemanden zu finden, der uns das benötigte Kleingeld wechseln kann. Kurz nach St. Austell gibt es einen Wanderparkplatz mit einem freien Platz ganz hinten, wo wir nicht ganz rein kommen. Also warten wir, bis alle Gassigeher mit ihren Lieblingen nach Hause gefahren sind und stellen uns dann so hin, dass wir morgen auf jeden Fall wieder weg kommen. 

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England 26.04. - 08.05.2022

Um fünf Uhr beginnen wir mit den Formalitäten für die Überfahrt von Dünkirchen nach Dover: Der Angestellte der Fährgesellschaft DFDS will nur die Buchung und die Pässe sehen, aber sowohl die Franzosen, wie auch die Engländer interessieren sich sehr für unser Auto. Alle Klappen außen und vor allem jede Schublade und jeder Schrank innen und nicht zu vergessen, das was sich unter unserer Matratze befindet! Soweit ich weiß, außer Staubmäuse nichts. Auch der Drogenhund verliert dann schnell das Interesse und nach etwas Wartezeit vor dem Kahn, fahren wir als Vorletzte aufs Schiff. Bald geht die Sonne auf und wir haben dann einen tollen Blick - leider nur durchs Fenster - auf die Kreidefelsen von Dover. Dort finden wir nach etwas Hin und Her endlich einen Parkplatz, marschieren in die Stadt zum Geldziehen, für z. B. Parkplatz bezahlen, und Sim-Karte kaufen. Dann checken wir auch noch schnell die örtlichen Lebensmittelpreise und Verfügbarkeit. Daumen hoch, es gibt alles in ausreichender Auswahl, Menge und zu erstaunlich guten Preisen. Das was ich da vorher im Internet gelesen habe, stecke ich nun in die Schublade Fake-News! Nahe der kleinen Stadt Winchelsea finden wir dann einen der wenigen Freistehplätze direkt hinterm Deich. Bei einem Abendspaziergang machen wir ausgiebig Bekanntschaft mit Schafen und Stacheldrahtzäunen.

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Anreise zur Insel 08.04. - 25.04.2022

Hurra, wir sind wieder unterwegs!

Am Lkw musste noch geschraubt werden und der leidige TÜV stand auch wieder an, aber am Dienstag Plakette erhalten und am Freitag ging es schon los. Okay, wir stecken nicht nur Plan A und B in die Schublade, sondern Putin sei Dank auch Plan C. Für uns geht es nun nicht in die Ukraine, Russland und weiter in die Stans, Mongolei etc., nein wir entscheiden uns schlussendlich nach Großbritannien und Irland zu fahren. Ja, wir wissen, dass unser Fahrzeug da etwas zu groß ist, aber ein anderes haben wir eben nicht.

 

Aufgrund von Kälte und Regen sind wir relativ schnell durch Deutschland durch. Sehr gut gefällt uns jedoch Schwäbisch Hall - die Sonne lässt sich auch mal blicken - , ebenso ist Heidelberg immer eine Reise wert und dann das Moseltal. Durch die starken Niederschläge der letzten Tage kommt die Mosel allerdings sehr braun daher! Die kleinen Winzerdörfer sind noch alle im Winterschlaf, bis auf die herausgeputzten Touristenorte, wie z. B. Bern-Kastel. Immerhin können wir alles mit den Rädern erkunden, zu guter Letzt Trier. Also die Porta Nigra habe ich mir etwas kleiner vorgestellt, da haben die Römer ganz schön rangeklotzt!

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Kreta 17.11. - 11.12.2021

Wir wollen es noch mal mit den Bergen versuchen und fahren deshalb bald von der Küstenstraße Richtung Norden. Über eine nun schon gewohnt enge und kurvige Bergstraße geht es durch den nun schon herbstlichen Wald hinauf nach Orino auf ca. 650 m. Nur ab und zu kommt uns ein Olivenbauer mit seinem Pick-up entgegen, ansonsten sind wir ganz alleine unterwegs. Der Plan ist eigentlich, uns auf dem Dorfparkplatz zu installieren und dann morgen auf den höchsten Berg des Tripti-Gebirges zu gehen. Aber der Dorfparkplatz ist winzig und sehr schief, die Wanderung beträgt knapp 20 Kilometer, wie wir einer Tafel entnehmen können und die Berge sind alle in dichte Wolken gehüllt. Also spricht eigentlich alles dagegen und so brausen wir nach einem kurzen Spaziergang wieder an die Küste runter und stellen den Hiasl auf einer großen, ebenen Fläche über der steinigen Küste unweit des Klosters Kapsa ab. Es ist karg hier, nur Steine und stachelige Kugelbüsche. Ein paar kleine Fischerboote ziehen vorbei und etwas weiter östlich sehen wir schon den letzten Zipfel Kretas in dieser Richtung!

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Kreta 27.10. - 16.11.2021

Also immer wenn wir ein kleines Abenteuer möchten, dann müssen wir nur blindlings dem Navi vertrauen. Zuerst fahren wir unter den ungläubigen Blicken der Einheimischen arg steil zwischen den Olivenplantagen hinauf auf die Hauptstraße, wobei die auch gerade mal fünf Meter breit ist. Immer wenn uns ein weißer Mietwagen entgegenkommt, sorgt das bei den Insassen für Entsetzen. Aber so richtig eng wird es für uns dann doch in Plakias, als wir wegen einer unsinnigen Einbahnstraße schon fast Balkonkontakt haben. Puh, endlich sind wir in der Strandmeile gelandet, wo wir nach einem kurzen Einkaufsstopp den Lkw ziemlich weit hinten abstellen. Gleich darauf treffen Ulrike und Ulrich ein und wenig später kommen noch vier Reisende zu Fuß an. Nach einem Ratsch auf der Straße zieht jeder wieder seines Weges und wir laufen kurz durch den für die Jahreszeit noch recht lebhaften Ort. Nur ein paar Kilometer weiter südlich installieren wir uns neben den „Ulis“ am Amoudi-Beach, eine ca. 70 m breite Bucht mit Kiesstrand und wenig Leuten. Hier verbringen wir die nächsten vier Tage mit Baden, Nichtstun, Wanderungen mit starkem Wind und scheußlichen Zäunen, die überklettert werden müssen und vor allem mit interessanten Abenden mit unseren „Nachbarn“.

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Kreta 08.10. - 26.10.2021

Um halb sechs kommen wir in Chania an und fahren gleich auf einen nicht sehr schönen, aber praktischen Parkplatz in der Nähe des venezianischen Hafens, wo wir uns nach der kalten Nacht auf der Fähre erst noch mal ein paar Stunden auf‘s Ohr legen. Frisch gestärkt laufen wir hinüber zum alten Hafen und sind erstaunt, wie viele Touristen noch hier sind. Da waren wir vom Festland anderes gewöhnt! Chania soll ja die schönste der kretischen Städte sein und ja, sie schaut nicht schlecht aus. Trotz der Unmengen an Restaurants, Souvenirläden mit dem üblichen Kitsch, Pferdekutschen, die auf zahlungskräftige Kunden warten finden wir doch noch ein paar stille Gassen, gesäumt von bunten Häusern mit vielen Pflanzkübeln davor und schwarz gekleidete, ältere Frauen, die die letzten Neuigkeiten austauschen. Wir kommen an der alten Janitscharen-Moschee vorbei, an den ehemaligen Arsenalen, stärken uns mit Cappuccino und später mit Bier und Wein - Alkohol am Nachmittag, dabei kann man so gut die Leute beobachten, haha - und gehen gefühlt dreimal durch sämtliche Sträßchen und Gässchen. Vor dem feinen Abendessen direkt an der Strandpromenade springen wir am Stadtstrand noch schnell ins Meer.

 

Samstags ist immer Markt in Chania und der ist wirklich toll! Obst und Gemüse, Käse und Honig in rauen Mengen, alles frisch und recht preiswert. Mit prall gefüllten Taschen kommen wir am LKW an und auch etwas müde, wo wir dann nach einem kleinen Snack noch ein paar Kilometer auf die etwas westlich von Chania gelegene Akrotiri-Halbinsel zum Parkplatz beim Kloster Gouverneto fahren. Bald sind die ganzen gemieteten Kleinwägen weg und wir haben den Parkplatz für uns alleine, ah nicht ganz: eine weiße Katze weicht uns nicht von der Stelle!

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Griechenland 19.09. - 07.10.2021

Die kleine Pontonfähre über den Vivari-Kanal bei Butrint ist uns zu teuer und so fahren wir über Manastir und Shkalla zum griechischen Grenzübergang bei Mavromati. Unsere Ausweise will man nur einmal sehen, dafür dreimal das Covid-Einreiseformular PLF und unser gelbes Impfbuch. Außerdem wird ein Corona-Schnelltest gemacht. Aber wir können gleich weiterfahren, unser negatives Testergebnis erhalten wir zwei Stunden später auf dem Handy. Vier Kilometer nach der Grenze installieren wir uns auf einem kleinen Strand: schöner Kiesstand, nette kleine Bucht und eine Süßwasserdusche! Zwei Tage wird nun gebadet, gelesen und auch diverse Hausarbeiten sind fällig.

 

Über eine kurvenreiche, aber tolle Bergstrecke geht es weiter nach Ioannina, wo wir zuerst die griechische Wirtschaft kräftig unterstützen, indem wir unsere Vorräte auffüllen, und dann noch eine gewisse Zeit im sehnlichst gewünschten Waschsalon verbringen. Es ist fast schon dunkel, als alles gewaschen und getrocknet ist, so dass wir nur noch schnell auf die Straße Richtung Pindos-Gebirge fahren und auf einem kleinen Parkplatz mit Supersicht über den See und die Stadt die Nacht verbringen. 

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Albanien 04.09. - 18.09.2021

Heute verabschieden wir uns von Nordmazedonien mit einer Einkaufstour in Ohrid inklusive Tanken und Wasser auffüllen. Da es Samstag ist, sind naturgemäß etwas mehr Autos unterwegs und so fahren wir ab und zu auf der kurvigen und gebirgigen Straße Richtung Albanien rechts ran um die schnelleren PKWs vorbeizulassen. Kurz hinter Sv. Naum stehen wir beim nordmazedonischen Grenzpolizisten, der bei der Ausreise! unsere Impfzertifikate sehen will. Den Albaner kurz darauf interessieren diese nicht die Bohne, sondern Gott sei Dank unser Fahrzeug. Denn so entdecken wir, dass sich die Krallen des Radlträgers losgerüttelt haben und die Räder schon bedenklich nach hinten kippen. Kleine Schraubeinheit und schon geht’s weiter. In Pogradec, der ersten albanischen Stadt, kaufen wir endlich die lange ersehnte SIM-Karte. Leider verkeilen wir uns dann zwischen Fußgängerzone und der Altstadt in den sehr schmalen Gassen und kommen glücklicherweise unversehrt, aber verschwitzt wieder raus. Bald darauf finden wir einen tollen Platz oberhalb eines Stausees, wo wir bei einem Abendspaziergang noch die Bekanntschaft von einem Ehepaar machen, die hier gerade die Ernte von einem Biobrombeerblättertee einfahren. Man sieht von hier deutlich, dass die Bergkette auf nordmazedonischer Seite unter Feuer steht. 

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Südosteuropa/Nordmazedonien 24.08. - 03.09.2021

Seit fast 11 Monaten wurde unser LKW nicht mehr bewegt, aber nun ist es soweit: nach hektischem Beladen des LKWs, es hat bis Mittag geregnet, fällt endlich um halb fünf Uhr der Startschuss für die Griechenlandreise!

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Frankreich 16.09. - 06.10.2020

Seit langem sind wir nicht mehr so viele Kilometer an einem Tag gefahren. Gut 150 km geht es in nordöstlicher Richtung durchs Zentralmassiv ins Limousin. Wir sind gerade in richtig guter Stimmung, als wir ein altbekanntes Geräusch hören. Es hat sich mal wieder ein Luftschlauch verabschiedet! Derselbe wie das letzte Mal, nun wird er aber wirklich anders verlegt. Etwas verschwitzt erreichen wir einen kleinen Parkplatz am Lac de Vassivière mit direktem Zugang zum See. Bald zieht ein Gewitter auf, das aber nur wenig Regen bringt, aber dafür eine sehr schöne Abendstimmung.

 

Es gefällt uns hier sehr gut, so dass wir noch bleiben, spazierengehen, baden, faul in der Sonne rumliegen und mit dem Rad einmal um den See fahren. Der Stausee hat eine Oberfläche von ca. 1000 ha und fasst etwa 110 Millionen Kubikmeter Wasser und ist somit einer der größten künstlichen Seen Frankreichs. Mit seinen vielen Seitenarmen und Buchten, den bewaldeten Hügeln drum herum lässt er einen eher an Kanada oder Finnland denn an Frankreich denken. 

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Frankreich 29.08. - 15.09.2020

Jetzt wollen wir endlich mal auf einen großen Markt und das muss in Sarlat la Canéda sein. Am Samstag Vormittag findet in der  Altstadt der große Wochenmarkt statt. Großer Renner ist hier natürlich die foie gras (Stopfleber) von Ente oder Gans. Eine zwiespältige Sache: schmeckt zwar sehr gut, ist aber durch die dreiwöchige, maschinelle Zwangsernährung der Tiere Tierquälerei. In Deutschland verboten, aber in Frankreich gilt es als Teil des kulturellen Erbes und die Tierschützer mussten vor Gericht eine Niederlage einstecken. Wir tätigen ein paar Einkäufe und lassen uns durch die quirligen Gassen treiben, bis uns der Hunger in ein kleines Restaurant treibt, wo wir noch ein Minitischchen bekommen und lassen uns dann ein Scheibchen foie gras, confit de canard mit den leckersten Bratkartoffeln seit langem und Nusskuchen schmecken. So viel Stadt reicht dann aber auch mal und wir fahren noch sagenhafte sieben Kilometer weiter in das kleine Dorf Carsac. Dort gibt es einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz, einen Minisupermarkt und einen Bäcker. Zudem können wir uns am Abend bei einem Spaziergang über die Hügel mit schnuckeligen Weilern noch die Füße vertreten.

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Frankreich 12.08. - 28.08.2020

Über eine kurvenreiche Straße, die immer auf ca. tausend Meter Höhe verläuft, durchqueren wir heute die Monts Dore. Trotz des regnerischen Wetters sind viele Leute unterwegs, aber vor uns ist wie immer alles frei. Wir ergattern sogar noch einen Parkplatz auf einen der wenigen Rastplätze, wo es natürlich immer irgendeine besondere Bergformation zu sehen gibt. Den etwas angestaubten Thermalort Le Mont-Dore durchfahren wir zügig und lassen dann bald die Vulkane hinter uns. Die Dordogne wartet! 

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Frankreich 31.07. - 11.08.2020

Hurra, nach einer fünfmonatigen Ruhepause bewegt sich unser LKW endlich wieder! 

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